EIn Buch mit gelbem Umschlag steht an einer dunklen Wand

Stories and Hopes of the Arrivals to Rhine-Main Archipelago

Leseraum: Open Veins of Latin America

September 2026
05
Sa
10:00 – 12:00

de_colonialanguage, Manca Arnuš, und Ani Menua

Im Mittelpunkt dieser Diskussion steht Galeanos Werk „Die offenen Adern Lateinamerikas: Fünf Jahrhunderte der Ausbeutung eines Kontinents“ (1971). Es handelt sich dabei um eine Gegenerzählung: eine Gegenepistemologie und Gegengeschichte, nacherzählt von einem blutenden Kontinent, der seit dem 15. Jahrhundert der imperialen Gewalt des Westens ausgesetzt ist. Ausgeplündert, beraubt, ausgebeutet, entstellt, versklavt, militarisiert und ins eigene Land verbannt – das blutende Lateinamerika ist kein Dokument der Vergangenheit. Seine blutenden Adern sind die Geschichte der Gegenwart.

Galeano war ein uruguayischer Schriftsteller und Journalist. In seinen Werken, in denen sich Lyrik und Politik vermischten, verurteilte er unverblümt Diktaturen, imperialistische Ausbeutung und Ungerechtigkeiten in Lateinamerika.

Das Leseformat: immer Nearby und meist online.

Der Rahmen ist offen:

  • Jede(r) liest den Text selbstständig, Teil-Lektüren sind möglich
  • Jede(r) bringt eine Assoziation (nearbyness) zu dem gelesenen Text mit in das Treffen. Das kann alles Mögliche sein: Poesie, Bild, Video, Manifest, Spielzeug, Gegenstand, der eigene Körper … einfach alles
  • Wir diskutieren gemeinsam über unsere Nearbyness-Assoziationen.
  • Die Online-Lesungen bauen auf den Ergebnissen der Workshops “Stories and Hopes of the Arrivals to Rhine-Main Archipelago” (Mai 2026) auf und werden im Rahmen des Programms „Leseraum: The Metamorphosis of Arrivals and Hosts“ fortgeführt.

In den darauffolgenden Monaten werden gemeinsam fünf Texte gelesen, die sich im Pluriversum von Migrationen, Exilen, Diasporas, Vertreibungen, Erinnerungen, Zugehörigkeiten, Heimaten, (zerstörten) Umwelten sowie verkörpertem Wissen und sensorischen Erinnerungen bewegen – mit besonderem Fokus auf Essen als Träger von Erinnerung und Erzählen.

Terminplan der Lesungen

20. Juni 2026: Ökozid in der Ukraine: Die ökologischen Kosten des russischen Krieges
25. Juli 2026: Aral: Unerzählte Geschichten von vor, während und nach dem See
15. August 2026: Essen, Kultur und Kulturerbe
5. September 2026: Die offenen Adern Lateinamerikas
3. Oktober 2026: TBA

Die Lesungen und anschließenden Diskussionen finden online via Zoom statt.

Zur Anmeldung und zum Erhalt des Zugangslinks bitten wir um eine kurze Nachricht an: de.colonialanguage@gmail.com

Die Hauptsprache der Diskussionen ist Englisch. Gleichzeitig bieten wir eine mehrsprachige Mediation an, um die Teilnahme in unterschiedlichen Sprachen zu ermöglichen.


Das Kollektiv de_colonialanguage und Ani Menua (X3 PostOst Agency, PostOstCafe) arbeiten an der Schnittstelle von Kunst, Aktivismus und Forschung. Ihre Praxis bewegt sich in Räumen von Migration, Übersetzung und alternativer Wissensproduktion. In transkulturellen Konstellationen mit diasporischen Communities entstehen Formate, die kollektive Erfahrung, künstlerische Praxis und öffentlichen Raum miteinander verweben. Organisation von Online-Lesungen: Manca Arnuš

Veranstaltungen dieser Reihe

EIn Buch mit gelbem Umschlag steht an einer dunklen Wand
September
05
Sa
10:00 – 12:00
Stories and Hopes of the Arrivals to Rhine-Main Archipelago
Leseraum: Open Veins of Latin America
de_colonialanguage, Manca Arnuš, und Ani Menua
In den kommenden Monaten werden wir gemeinsam fünf Texte lesen, die sich mit dem Pluriversum von Migration, Exil, Diaspora, Vertreibung, Erinnerung, Zugehörigkeit, Heimat, (zerstörter) Umwelt, verkörpertem Wissen und sinnlichen Erinnerungen befassen.
Vergangene Veranstaltungen
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