- Stories and Hopes of the Arrivals to Rhine-Main Archipelago
- Leseraum: Ecocide in Ukraine
de_colonialanguage, Manca Arnuš, Ani Menua
Wir laden Euch in den „Nearby Reading Room“ unserer gemeinsamen Reise ein. Der Text, den wir im Juni gemeinsam lesen möchten, stammt von Darya Tsymbalyuk: ECOCIDE IN UKRAINE: THE ENVIRONMENTAL COST OF RUSSIA’S WAR. Darya wird auch an unserer „Nearby“-Diskussion teilnehmen. Die Diskussion findet auf Englisch statt.
Ein Krieg ist ein tiefgreifender Bruch nicht nur im Leben der Menschen, sondern auch in der Umwelt. Ein Krieg macht ein Land unbewohnbar und bricht den Zeitbegriff, da er die Zukunft unmöglich erscheinen lässt. Was bleibt von der Heimat übrig? Was bleibt von dem Land übrig? Tsymbalyuks Buch verbindet eine gründliche Untersuchung der russischen Kriegsstrategien, die bewusst die Ökosysteme und Lebensräume der Ukraine zerstören, mit einem zutiefst persönlichen Bericht über Leben in allen Formen und Ausprägungen, die fortwährend verloren gehen.
Das Leseformat: immer Nearby und meist online.
Der Rahmen ist offen:
- Jede(r) liest den Text selbstständig, Teil-Lektüren sind möglich
- Jede(r) bringt eine Assoziation (nearbyness) zu dem gelesenen Text mit in das Treffen. Das kann alles Mögliche sein: Poesie, Bild, Video, Manifest, Spielzeug, Gegenstand, der eigene Körper … einfach alles
- Wir diskutieren gemeinsam über unsere Nearbyness-Assoziationen.
Die Online-Lesungen bauen auf den Ergebnissen der Workshops “Stories and Hopes of the Arrivals to Rhine-Main Archipelago” (Mai 2026) auf und werden im Rahmen des Programms „Leseraum: The Metamorphosis of Arrivals and Hosts“ fortgeführt. In den darauffolgenden Monaten werden gemeinsam fünf Texte gelesen, die sich im Pluriversum von Migrationen, Exilen, Diasporas, Vertreibungen, Erinnerungen, Zugehörigkeiten, Heimaten, (zerstörten) Umwelten sowie verkörpertem Wissen und sensorischen Erinnerungen bewegen – mit besonderem Fokus auf Essen als Träger von Erinnerung und Erzählen.
Hinweis: Die Lesungen und anschließenden Diskussionen finden online via Zoom statt. Zur Anmeldung und zum Erhalt des Zugangslinks bitten wir um eine kurze Nachricht an: de.colonialanguage@gmail.com
Die Hauptsprache der Diskussionen ist Englisch. Gleichzeitig bieten wir eine mehrsprachige Mediation an, um die Teilnahme in unterschiedlichen Sprachen zu ermöglichen.
Darya Tsymbalyuk ist Assistenzprofessorin am Institut für Slawistik der University of Chicago und eine multidisziplinäre Künstlerin. In ihrer Forschung untersucht sie Umweltgeisteswissenschaften aus der Perspektive von Dekolonial- und Migrationsstudien und konzentriert sich dabei vor allem auf die (Hi)storien und Erzählungen der Vertreibung aus der Ukraine.
Das Kollektiv de_colonialanguage und Ani Menua (X3 PostOst Agency, PostOstCafe) arbeiten an der Schnittstelle von Kunst, Aktivismus und Forschung. Ihre Praxis bewegt sich in Räumen von Migration, Übersetzung und alternativer Wissensproduktion. In transkulturellen Konstellationen mit diasporischen Communities entstehen Formate, die kollektive Erfahrung, künstlerische Praxis und öffentlichen Raum miteinander verweben. Organisation von Online-Lesungen: Manca Arnuš
Veranstaltungen dieser Reihe


