mehrere Bücher in schwar-weiß aufeinander und lilane Schrift mit den Veranstaltungsinformationen

Stories and Hopes of the Arrivals to Rhine-Main Archipelago

Leseraum: ARAL

Juli 2026
25
Sa
12:00 – 14:00

de_colonialanguage collective, Manca Arnuš and Ani Menua

Von Juni bis Oktober beschäftigen wir uns gemeinsam mit dem Pluriversum aus Migration, Exil, Diaspora, Vertreibung, Erinnerungen, Zugehörigkeit, Heimat, (zerstörten) Lebensräumen, verkörpertem Wissen und sinnlichen Erinnerungen, das sich im kulinarischen Erbe widerspiegelt.

Dieses Mal lesen wir eine Textsammlung über einen weiteren Ort, der historisch der imperialen Gewalt ausgesetzt war – den Aralsee. Der Aralsee, einst der viertgrößte See der Welt, ist als Ort einer ökologischen Katastrophe bekannt, die auf die Bewässerungsexperimente der Sowjetunion zurückzuführen ist: Durch die Umleitung der Flüsse Amu und Syr Darya in Baumwollfelder kam es zum verheerenden Austrocknen des Sees. Trotz dieser kolonial bedingten Dürre blieb das Leben in vielen Formen und Ausprägungen bestehen – und mit ihm die zahlreichen Geschichten von „vorher“, „während“ und „nachher“. Aral ist keine Erinnerung – vielmehr trägt es die Erinnerungen in sich. Aral ist die Gegenwart, und nur in der Gegenwart können die Geschichten der Vergangenheit und der Zukunft erzählt werden.

Diese Textsammlung ist das Ergebnis des Aral-Kultur-Gipfels, der 2025 erstmals in Nukus, Karakalpakstan, stattfand. Der Gipfel ist das Ergebnis einer Initiative, Künstler*innen, Denker*innen und Wissenschaftler*innen zusammenzubringen, um das kulturelle und ökologische Erbe des Ökosystems des Aralsees und seiner Umgebung neu zu thematisieren, wiederzubeleben und wieder miteinander zu verknüpfen.


Aigerim Uzakbaeva erforscht das kulturelle und sprachliche Erbe rund um den Aralsee, mit besonderem Schwerpunkt auf der Qaraqalpaq-Sprache.

Das Leseformat bleibt unverändert: immer „nearby“ und in der Regel online. Der Rahmen ist offen:

~ Jede(r) liest den Text selbstständig, Teil-Lektüren sind möglich

Die Online-Lesungen knüpfen an die Ergebnisse des Workshops „Geschichten und Hoffnungen der Neuankömmlinge im Rhein-Main-Archipel“ (Mai 2026) an und setzen das Programm „Leseraum: Die Metamorphose von Neuankömmlingen und Gastgebern“ fort. In den folgenden Monaten lesen und diskutieren die Teilnehmenden fünf Texte, die sich mit dem Pluriversum von Migration, Exil, Diaspora, Vertreibung, Erinnerung, Zugehörigkeit, Heimat, (zerstörten) Lebensräumen, verkörpertem Wissen und sensorischem Gedächtnis auseinandersetzen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf Essen als Träger von Erinnerung und Erzählung liegt.

  • 20. Juni 2026: Ökozid in der Ukraine: Die ökologischen Kosten des russischen Krieges
  • 25. Juli 2026: Aral: Unerzählte Geschichten von vor, während und nach dem See
  • 15. August 2026: Essen, Kultur und Kulturerbe
  • 5. September 2026: Armenische Küche: Fakten, Fiktion und Folklore
  • 3. Oktober 2026: Die offenen Adern Lateinamerikas

Die Lesung findet online über Zoom statt, Anmeldung via E-Mail an: de.colonialanguage@gmail.com


Das Kollektiv de_colonialanguage, Manca Arnuš, und Ani Menua (X3 PostOst Agency, PostOstCafe) arbeiten an der Schnittstelle von Kunst, Aktivismus und Forschung. Ihre Praxis bewegt sich in Räumen von Migration, Übersetzung und alternativer Wissensproduktion. In transkulturellen Konstellationen mit diasporischen Communities entstehen Formate, die kollektive Erfahrung, künstlerische Praxis und öffentlichen Raum miteinander verweben. Organisation von Online-Lesungen: Manca Arnuš

Veranstaltungen dieser Reihe

mehrere Bücher in schwar-weiß aufeinander und lilane Schrift mit den Veranstaltungsinformationen
Juli
25
Sa
12:00 – 14:00
Stories and Hopes of the Arrivals to Rhine-Main Archipelago
Leseraum: ARAL
de_colonialanguage collective, Manca Arnuš and Ani Menua
ARAL: UNTOLD STORIES FROM BEFORE, DURING AND AFTER THE SEA mit Aigerim Uzakbaeva, einer unabhängigen Forscherin aus der Republik Qaraqalpaqstan, die derzeit in Frankfurt am Main lebt.
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