- Stories and Hopes of the Arrivals to Rhine-Main Archipelago
- Leseraum: blues in schwarz weiss
de_colonialanguage & Neseine
blues in schwarz weiss – Eine Sammlung von Essays, Gedichten und Gesprächen von May Ayim, übersetzt von Anne V. Adams. Die englischsprachige Ausgabe enthält zudem Essays und Interviews von und mit May Ayim. In den 2020er Jahren wurden die Texte für die Bühne adaptiert.
May Ayim (3. Mai 1960 – 9. August 1996) ist das Pseudonym von May Opitz (geb. Brigitte Sylvia Andler); sie war eine afro-deutsche Dichterin, Pädagogin und Aktivistin. Als Tochter einer deutschen Tänzerin und eines ghanaischen Medizinstudenten lebte sie in ihrer Kindheit bei einer weißen deutschen Pflegefamilie. Nachdem sie wieder Kontakt zu ihrem Vater und dessen Familie in Ghana aufgenommen hatte, nahm sie 1992 dessen Nachnamen als Pseudonym an.
Opitz verfasste an der Universität Regensburg eine Dissertation mit dem Titel „Afro-Deutsche: Ihre Kultur- und Sozialgeschichte auf dem Hintergrund gesellschaftlicher Veränderungen“, die die erste wissenschaftliche Studie zur afrodeutschen Geschichte darstellte. Darin waren Berichte vieler Frauen afrodeutscher Herkunft enthalten. Ayim engagierte sich als Aktivistin für die Zusammenführung der Afro-Deutschen und den Kampf gegen Rassismus in der deutschen Gesellschaft. Zu diesem Zweck war sie Ende der 1980er Jahre Mitbegründerin der „Initiative Schwarze Menschen in Deutschland“.
Die nächste Sitzung des Nearby Reading Room findet am 3. Oktober um 12 Uhr online statt.
Die Diskussion wird auf Englisch geführt. Schickt uns eine E-Mail an de.colonialanguage@gmail.com, wenn ihr dabei sein möchtet.
Über mehrere Monate hinweg lesen und diskutieren wir fünf Texte, die sich durch das Pluriversum von Migrationen, Exil, Diasporas, Vertreibung, Erinnerung, Zugehörigkeit, Heimat(en), (zerstörten) Umwelten, verkörpertem Wissen und sinnlichen Erinnerungen bewegen – mit einem besonderen Fokus auf Essen als Träger von Erinnerung und Geschichten.
Termine
20. Juni 2026, Ökozid in der Ukraine: Die ökologischen Kosten von Russlands Krieg
25. Juli 2026, Aral: Unerzählte Geschichten vor, während und nach dem Meer
15. August 2026, Essen, Kultur und kulturelles Erbe
5. September 2026, Die offenen Adern Lateinamerikas
3. Oktober 2026, Blues in Black and White
Die Online-Lesesitzungen bauen auf den Ergebnissen des Workshops Stories and Hopes of the Arrivals to Rhine-Main Archipelago (Mai 2026) auf und führen das Programm Leseraum: Die Metamorphose von Ankommenden und Gastgebenden fort.
Die Nearby Reading-Veranstaltung wird unterstützt und begleitet von: Neseine ist eine Forscherin, Künstlerin und indigene Person, die in einer wechselseitigen Beziehung zur Welt steht. Neseine praktiziert dekoloniales Queerdom und verfasst Texte sowie andere künstlerische Werke. Aus dem Zeitgeist heraus schuf Neseine Kunst unterschiedlicher Komplexität und sucht nach Bedeutung.
Veranstaltungen dieser Reihe
©Marina Solntseva







