Nur wenigen Clubs gelingt es, international relevant zu sein und sich gleichzeitig ihre Unabhängigkeit von Trends zu bewahren. Seit seiner Eröffnung im Jahr 1999 – als Kooperation mit der Hochschule für Gestaltung Offenbach, deren Verbindungen bis heute spürbar sind – hat sich das Robert Johnson von einem zentralen Ort für elektronische Musik zu einer der angesehensten Spielstätten der zeitgenössischen Clubkultur entwickelt. Seit 27 Jahren prägt es Generationen von Produzent:innen, DJs und Clubgänger:innen – und hat sich für viele von einem reinen Veranstaltungsort zu einer Haltung entwickelt.
Gelegen über einem Ruderclub mit Blick auf den Industriehafen am Main, bietet die Terrasse eine Aussicht, die eine ganz eigene Clubromantik speist. Unzählige Geschichten wurden bereits über den berüchtigten Holzfußboden erzählt, auf dem weltbekannte DJs in unmittelbarer Nähe zum Publikum an einem außergewöhnlichen Soundsystem spielen. Das Programm reicht weit über den elektronischen Mainstream hinaus, getragen von einem ausgeprägten Gespür für den ausgewogenen Einsatz von Licht, Vision und Zurückhaltung – eine geradlinige Ästhetik, die sich bis ins Neu! erstreckt, den zweiten Dancefloor unter dem Hauptraum. Die 2012 erschienene Publikation „Come on in My Kitchen“ legte offen, was all dem zugrunde liegt: der Geist der Kollaboration.

