- AfkV Höchst - Amt für künstlerische Vermessung
- Ausstellung von Johanna Dembinski
social.form, Johanna Dembinski
...
Johanna Dembinskis Vermessung – Karte der ungeklärten und unerklärlichen Ereignisse im Vermessungsgebiet Höchst. Eine Sammlung von Rätseln, Fragen und Mythen zwischen Stadtteil und Industriepark.
Johanna Dembinski entwickelt gemeinsam mit Menschen aus Höchst eine Karte ortsbezogener Rätsel, Zweifel und Fragestellungen im Stadtteil. Während Karten üblicherweise abbilden, was wir wissen oder glauben herausgefunden zu haben, richtet das Projekt den Blick auf das Ungewisse.
Wie sieht eine Karte aus, die keine Fakten verzeichnet, sondern Leerstellen und Fragen sichtbar macht? Mit welchen Strategien lässt sich unser Nichtwissen kartieren?
Für die Vermessung lädt Johanna Menschen aus Höchst ein, ihre Erzählungen und Perspektiven einzubringen. Sie interviewt Nachbar:innen und organisiert Workshops, die mit Methoden der kritischen Kartografie arbeiten. Die Beobachtungen der Menschen übersetzt sie in eine Karte der ungeklärten und unerklärlichen Ereignisse im Vermessungsgebiet Höchst.
Das Amt für künstlerische Vermessung in Höchst
Johanna Dembinski beschäftigt sich in ihrer vierwöchigen Residenz mit der Frage, welche Beziehung Industrie und Stadtteil zueinander haben. Die Residenz ist Teil des Projektes AfkV in Höchst – Amt für künstlerische Vermessung (AfkV in Höchst). Es ist ein Projekt des Frankfurter Vereins Raum für kulturelle Fragen e.V. in Zusammenarbeit mit dem Darmstädter Architekturbüro social.form. Es findet im Rahmen der WDC 2026 statt.
Das Projekt richtet zwei Künstler:innen-Residenzen aus, um die Beziehungen, Mythen, Geschichten und Orte zwischen Industrie und Stadtteil künstlerisch zu untersuchen und mit den Menschen des Stadtteils gemeinsam zu erkunden. Ausgangspunkt und Arbeitsort der Vermessungen sind die Kulturräume B25 in der Brüningstraße 25, 65929 Frankfurt-Höchst.
Daten
- Vernissage: 12. November – weitere Infos folgen
- Finissage: 15. November – weitere Infos folgen
Johanna Dembinski ist eine interdisziplinäre Künstlerin und Kunstvermittlerin mit einem Schwerpunkt auf Keramik. Die Beschäftigung mit dem Ungeklärten und Unverständlichen, mit Mythen, Mutmaßungen und Aberglauben bildet den Ausgangspunkt für ihre Arbeiten. In Interviews und partizipativen Prozessen erforscht sie unseren Umgang mit dem Ungewissen, sammelt Randnotizen des Übernatürlichen und phantastische Erklärungsmodelle für nicht begreifbare Phänomene. Johanna untersucht Imagination als Bewältigungsstrategie, Resilienzfaktor und Möglichkeitsraum, um gegenwärtige Zustände zu hinterfragen und Transformationen anzustoßen. Was die Menschen ihr mitteilen, übersetzt sie in keramische Kartografien, spekulative Gebrauchsanleitungen und Diagramme. Sie entwirft fiktive Bewegungen und verschachtelte Enzyklopädien. Johanna hat Freie Kunst an der Bauhaus-Universität in Weimar und an der Athens School of Fine Arts studiert. Sie lebt und arbeitet in Leipzig.
Veranstaltungen dieser Reihe







