Am Museum Angewandte Kunst hängt ein Banner von WDC 2026.©Ben Kuhlmann (Ben Kuhlmann (Photographer) - [None]

Themen des WDC-Programms


Mit dem Grand Opening Mitte Januar 2026 ist die World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 offiziell eröffnet. Das Programm hat verschiedene Schwerpunkte, die Themen aus dem Alltag aufgreifen und verschiedene Dimensionen von Design im Laufe des WDC-Jahres erlebbar machen.
Mehr Informationen rund um die WDC 2026 gibt es ganzjährig im WDC-Hub im Museum Angewandte Kunst oder an zentralen Infopoints an verschiedenen Orten in der Region.

Lebensräume gemeinsam gestalten

Februar/März/Mai

Wie wir wohnen, bauen und uns fortbewegen, prägt unser Leben. Nachhaltigkeit, Klimaschutz, technologische Innovation und soziale Teilhabe spielen dabei eine Rolle. Die World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 zeigt, wie klimaangepasstes Bauen, modulare Wohnformen und zirkuläre Architektur mit zukunftsfähiger Mobilität zusammenspielen – von Elektromobilität über Sharing bis zu vernetzten Infrastrukturen.
Gleichzeitig entstehen öffentliche Räume und Beteiligungsformate wie gemeinsames Kochen oder Gärtnern, die Begegnung ermöglichen und Teilhabe stärken. Im Fokus steht die Frage, wie Design Natur in die Stadt zurückholt, nachhaltiges Handeln erleichtert und Technologie verantwortungsvoll einsetzt – für eine gemeinsame resiliente, nachhaltige und inklusive Zukunft.

Die Lange Bank ist eine Installation im öffentlichen Raum.©FELIX KRUMBHOLZ PHOTOGRAPHY

Lernen neu denken, Gestaltung erforschen

April/Juli

Bildung bedeutet mehr als Wissen zu vermitteln. Sie befähigt uns, unsere Umwelt bewusst, kreativ und verantwortungsvoll zu gestalten. Design spielt dabei eine zentrale Rolle: Es verändert, wie wir lernen – in Schulen, Hochschulen oder auch außerhalb institutioneller Räume. Neue Lernräume, Methoden und Werkzeuge fördern Neugier, Zusammenarbeit und eigenständiges Denken – von Kindern über Jugendliche bis zu lebenslang Lernenden.
Designer:innen und Expert:innen bringen Wissen direkt zu den Menschen, Stadtplätze, Pavillons oder Exkursionen werden zu Lernorten. Eigenformate wie der WDC-Pavillon oder der WDC-Campus mit etwa 40 Hochschulen aus Region und nationalen wie internationalen Partnerstädten schaffen Labor, Ausstellung, Werkstatt und Diskursraum zugleich – und machen Bildung zum Motor für eine erlebenswerte Gegenwart und Zukunft.

Jugend- und Kinderliteraturfestival©Aziz Wakim

Kreisläufe der Zukunft: Design, Handwerk und Industrie

Juni

Design und Gestaltung spielen eine zentrale Rolle für Industrie und Wirtschaft. Statt immer neue Produkte zu schaffen, rückt die Frage nach verantwortungsvollem Konsum, Wiederverwendung und Recycling in den Vordergrund. Konzepte wie Cradle-to-Cradle und neue Verfahren der Kreislaufwirtschaft zeigen, wie Gestaltung ökologische Verantwortung und wirtschaftlichen Erfolg verbinden kann.

Im Juni macht die Open – Design Week Frankfurt RheinMain sichtbar, wie Gestaltung eine ressourcenschonende, zukunftsfähige Ökonomie vorantreibt. Zehn Tage lang wird die Region Frankfurt RheinMain zur internationalen Bühne für gemeinsames Gestalten: Sie macht die Arbeit regionaler Gestalter:innen und Produzent:innen, gleichzeitig trifft visionäres Design aus der Region auf Impulse aus aller Welt. Die Open vereint Messe, Netzwerkplattform, Bühne und Forum für neue Ansätze – mit Fokus auf regionale Ideen, branchenübergreifendes Netzwerken und Zusammenarbeit in Frankfurt, Offenbach, Wiesbaden und Darmstadt.

Die Frankfurter Skyline, von der Deutschherrenbrücke aus gesehen. ©Ben Kuhlmann

Mit allen Sinnen

August/September

Durch Bewegung, Klang, Atmosphäre, Berührung oder Geschmack wird Demokratie nicht nur diskutiert oder gestaltet, sondern direkt erlebt und erfahrbar. Wir nähern uns der Gestaltung unserer Gesellschaft über sinnliche, visuelle und körperliche Erfahrungen – und eröffnen so neue Perspektiven und Zugänge. Künstliche Intelligenz und digitale Plattformen erweitern diese Möglichkeiten, indem sie gemeinsames Gestalten und neue Formen der Interaktion unterstützen.
Ein Herzstück des Schwerpunktes ist das kostenfreie Module-Festival auf dem Kulturcampus in Frankfurt im August 2026. Ziel ist es, Menschen zusammenzubringen, neue Perspektiven zu eröffnen und kreative Grenzen zu überschreiten.


Tanzende Menschen©Peter Wolff

Design im Dialog – in Politik und Gesellschaft

Oktober–Dezember

Design kann politische Prozesse verständlicher und zugänglicher machen – zum Beispiel durch nutzerfreundliche Verwaltungsangebote, neue Formen der Bürgerbeteiligung oder internationale Zusammenarbeit. Dabei geht es nicht um fertige Lösungen, sondern um Design als Methode, um gesellschaftliche Ungleichheit zu verhandeln, Erinnerung neu zu denken und demokratische Prozesse aktiv zu gestalten.
Die World Design Policy Days im November bringen als offizielle Konferenz der World Design Organization (WDO) Entscheidungsträger:innen, Designer:innen und Wissenschaftler:innen zusammen, um konkrete Empfehlungen für designgetriebene Politik zu entwickeln. Ziel der Konferenz  ist der Design Action Plan Frankfurt RheinMain, der Impulse für eine zukunftsorientierte europäische Designpolitik setzt – im Austausch mit Initiativen wie dem New European Bauhaus, dem EU Policy Lab und der BEDA.

Junge Menschen sprechen miteinander.©Martha Frieda Friedel
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