Trad is a Trap – Für eine neue Stadtteilküche©Lara-Marie Weine

Trad is a trap. Für eine neue Frankfurter Stadtteilküche

August
September 2026
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andpartnersincrime

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Was wäre, wenn Ernährung so selbstverständlich zur Stadt gehörte wie Bibliotheken oder Theater? Wenn Kultur öffentlich gefördert wird – warum nicht auch Essen? Vielleicht müssen wir Ernährung erst als Kunst begreifen, um sie für alle zugänglich zu machen. Das Projekt Stadtteilküche von andpartnersincrime macht Kochen zu Theater und Essen zum Akt gemeinschaftlicher Fürsorge.

Die Lebensmittelpreise sind in kurzer Zeit um 30 Prozent gestiegen und jedes vierte Kind hat in Deutschland keinen Zugang zu vollwertiger Ernährung. Indes bleibt Sorgearbeit zumeist unsichtbar und privatisiert, während Rechte und Konservative das Ideal der traditionellen Hausfrau als alleinige Antwort auf diese Krise propagieren.

Dagegen setzen wir eine feministische und solidarische Perspektive auf Ernährung – und beziehen uns auf historische Utopien von solidarischen Gemeinschaftsküchen: In den 1920er Jahren kochten in der Frankfurter Erwerbslosen-Küche täglich Tausende füreinander. In Wien dachte Lily Braun Ernährung als Infrastruktur ganzer Wohnblöcke. Und in Chile entstanden in den 1970ger Jahren kommunale Straßenküchen als Antwort gegen eine neoliberale Diktatur. An diese „Aufstände aus der Küche“ knüpfen an.

Über mehrere Wochen kommen Menschen in der Stadtteilküche Riederwald und im Mousonturm zusammen: schnippeln, kochen, essen, diskutieren, singen und erproben nach der Logik der produktiven Fiktion eine mögliche andere Welt: #ÖNVP – Öffentliche Nahverpflegung für alle.


Ein Projekt von andpartnersincrime im Rahmen der WDC 2026. WDC 2026 wird gefördert durch das Land Hessen, die Stadt Frankfurt am Main und den Kulturfonds Frankfurt RheinMain. Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, dem Kulturfonds Frankfurt RheinMain, dem Dezernat für Klima, Umwelt und Frauen der Stadt Frankfurt und dem Kulturamt der Stadt Frankfurt.

In Koproduktion mit Künstler*innenhaus Mousonturm und in Kooperation mit YRD.Works. In Trägerschaft von FöDaKü Hessen e.V..

Die Recherche, wissenschaftliche Begleitung und Dokumentation dieses Projekts wurde ermöglicht aus Mitteln der Hans Sauer Stiftung.


Team:

Stadtteilküchenköch*innen: Felix Bröcker, Hugh Aldersson (Food thats left), Laila El Bouattaoun, Matthias Schmidt, Susanne Simpert (Sue's Kitchen), Naziha Majouti und Tigist Yosef, Lucie Nienburg

Künstlerische Leitung: Eleonora Lela Herder/andpartnersincrime

Raumgestaltung: Yacin Boudalfa, Ruben Fischer und David Bausch von YRD.Works

Grafikdesgin und Kostüm: Anna Sukhova & Kathrin Baumgartner

Musikalische Leitung & Sounddesign: Jonas Harksen

Performerin: anna stiede

Schneebesenkostüm: Anna Berger

Produktionsleitung und Organisatorische Mitarbeit: Benjamin Bay / Martin Heise

Öffentlichkeitsarbeit: Chiara Marcassa

Communitymanagement: Magdalena Eßer

Inhaltliche Beratung und Diskursprogramm: Anna Verwey, Alexis Passadakis, Prof. Dr. Dominik Gager, Leon Joskowitz, Nepomuck Bendukat

Initiative für eine Stadtviertelküche im Riederwald: Catherine Béroud, Fariba Abdolhosseini, Inge Wendel, Lisa Weimer, Naziha Majouti, Sonja Roos und Tigist Yosef.

Unterstützt von dem Bündnis für solidarische Gemeinschaftsverpflegung in Frankfurt: ada_kantine; Café Prekarissimo – AG für gesellschaftliche Teilhabe, gegen Armut und Stigmatisierung, Christians4Future Rhein-Main; Entwicklungspolitisches Netzwerk Hessen e.V.; Eine Stadt für alle! Frankfurt; Ernährungsrat Frankfurt; Mensa von Morgen; Food that’s left; FoodCoop KlaaKarott; Fridays for Future Frankfurt am Main; Freitagsküche Frankfurt, Gemeinschaftsküche Heusenstamm, Gemeinwohl-Ökonomie Regionalgruppe Frankfurt; GemüseBande Frankfurt GbR; Gemüseheldinnen Frankfurt; Greenpeace Frankfurt; Initiative für eine Stadtviertel-Küche im Riederwald; Initiative Grünzug Eckenheim; Initiativgruppe Bedingungsloses Grundeinkommen Rhein-Main; Kampagnen-AG Stadtteilküche (Die Linke Frankfurt); Klimaattac – Attac Frankfurt; Klimaentscheid Frankfurt; Klimaschutz Initiative Riedberg e.V.; Koala Kollektiv; Ikonomo; Naturfreunde Frankfurt; Offenes Haus der Kulturen e.V.; People for Future Frankfurt am Main; ShoutOutLoud – Changing the World Step by Step e.V.; Solidarisches Gallus; Özgür Düzel von Stützende Hände e.V.; Sue's Kitchen; Tortuga Eschersheim e.V.; transit e.V.; Transition Town Frankfurt/Main e.V.; turtuga – changemaker community; Umwelt-Exploratorium e.V.; ÜBRIGens Lecker Oberursel.

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