- WerkRaum Wiesbaden
- Konzepte für Konversionen: der WerkRaum Wiesbaden als Vierter Ort
BDA Hessen HS Mainz, Fachbereich Technik, Fachrichtung Architektur Stiftung Stadtmuseum Wiesbaden
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Aufgrund veränderten Konsumverhaltens stehen Innenstädte vor tiefgreifendem Wandel: Fast 200 Kaufhäuser sind in den letzten 25 Jahren geschlossen worden und öffnen Raum für innovative gemeinwohlorientierte Konzepte. Sie sind damit Teil eines tiefgreifenden Transformationsprozesses, der Chancen bietet - als wertvolle Ressource für kulturelle Nutzungen, soziale Infrastrukturen sowie Wohn- und Arbeitsraum.
Diese Entwicklung bildet den Rahmen für die Umwandlung des ehemaligen Kaufhauses Sportarena. Durch den zentralen Standort in der Langgasse richtet sich die neue Nutzung an die gesamte Stadtgesellschaft und ermöglicht damit eine gemeinschaftsstärkende Adresse als demokratischen Raum. Die Mischnutzung obsoleter Räume sowie das Prinzip von „Reusable Spaces“ – also flexible Konzepte, die Nutzungen unkompliziert ändern lassen und zugleich neue Angebote machen jenseits der "vertrauten" Konsumkultur - sorgt hier für die Belebung des innerstädtischen Raums.
Der 50 m lange und 35 m tiefe Baukörper mit der für sein Baujahr 1972 typischen Architektur wurde im Sommersemester 2026 im Rahmen der Projektarbeiten der Hochschule Mainz bespielt mit einem hybriden, zirkulären Nutzungskonzept: Kultureller Schwerpunkt ist das Museum; die robuste Tragstruktur wird durch zusätzliche Flächen für Wohnen und Arbeiten genutzt. Indem es zum öffentlichen Raum wird, bietet der Transformationsraum als Vierter Ort eine Antwort auf die dringende Frage nach demokratischer Teilhabe am kulturellen Leben.
Christian Holl, BDA Hessen
Prof. Dr. Julius Niederwöhrmeier, HS Mainz
Sabine Philipp, Stiftung Stadtmuseum Wiesbaden

