- Home & Office?
Hochschule Mainz, University of Applied Sciences
Die Wohnungen aus der Nachkriegszeit (1950–1970) sind oft veraltet und entsprechen nicht mehr den heutigen Wohn- und Nachhaltigkeitsstandards. Es ist aber wichtig, dass sie sich anpassen, weil es in Deutschland immer noch sehr viele davon gibt. Das Forschungsprojekt prüft, wie man mit günstigen Veränderungen die Energieeffizienz der Wohnungen erhöhen und sie für Homeoffice und Pflege nutzen kann.
Dafür wird ein Prototyp-System entworfen, das im Innenraum integriert und mit moderner Haustechnik ausgestattet wird. Die Maßnahmen sollen die Wohnungen an die aktuellen Bedürfnisse anpassen und ihre wirtschaftliche sowie energetische Leistung verbessern.
Die Ergebnisse des Forschungsprojekt können im Artikel "Upcycling von Wohnraum aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland, Fallstudie: Prototypentwurf in der Region Frankfurt-Mainz" (In englischer Sprache von Pelegrín Rodríguez, Marta. Prof. Dr. Architecture Hoschschule Mainz, Pérez Blanco, Fernando. M.Sc, Arch Universidad de Sevilla 2025) nachgelesen werden.
Abstract:
Dieser Artikel befasst sich mit der Sanierung von Sozialwohnungen der Nachkriegszeit in Deutschland, dessen aktuelle Politik sich vorrangig auf Bauqualität und Energieeffizienz konzentriert. Über diese technischen Aspekte hinaus betont die Untersuchung die Bedeutung einer Neubewertung der bestehenden Wohnräume und Nutzungskonzepte der Siedlungen. Trotz ihres architektonischen, sozialen und städtebaulichen Nutzens weisen fast ein Drittel dieser Siedlungen nicht nur bauliche und energetische Mängel auf, sondern sind zudem programmatisch veraltet und nur begrenzt anpassungsfähig, was alternative Wohnformen erschwert. Kleine Projekte und kleine Eingriffe können, wie von Eleb und Bendimerad sowie Avermaete und van den Heuvel vorgeschlagen, als Katalysatoren für neue räumliche Praktiken wirken und die typologische und städtebauliche rigide Struktur des modernistischen Erbes in Frage stellen. In diesem Rahmen untersucht der Artikel eine experimentelle Entwurfsstrategie in Nachkriegssiedlungen des Büros von Ernst May im Rhein-Main-Gebiet. Durch koordinierte Interventionen von Fachleuten, Vereinen und Behörden können emanzipatorische Prozesse ermöglicht werden, die eine kollektive Neugestaltung des Wohnraums durch einfache räumliche Mittel fördern.
Initiator: Hochschule Mainz Architektur Institut. bim.labor. Prof. Dr. Marta Pelegrín.
ETS Arquitectura Sevilla/Madrid. Forschung Labor Nachkriegsmoderne, Frankfurt University of Applied Sciences.
Kooperation: Wohnbau Amt Mainz und Rhein Main Gebiet.

