
Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik
Thinking Design x Christine Knoop
- Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik
- Thinking Design x Christine Knoop
Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik
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Empirische Ästhetik – eine Ästhetik von unten?
Das Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik in Frankfurt untersucht, wie und warum Menschen Kunst erleben, und folgt so (nicht ausschließlich, aber doch in beträchlichem Maße) einer Ästhetik „von unten“, wie Gustav Theodor Fechner sie in der Vorschule der Ästhetik geprägt hat. Das bedeutet, dass theoretische ästhetische Konzepte aus tatsächlichen ästhetischen Erfahrungen von Studienteilnehmer:innen abgeleitet werden. Dabei muss freilich das Risiko einer Reduktion ästhetischer Erfahrung auf bloße Messwerte immer kritisch mitbedacht werden; zudem gilt es, die gewonnenen Einsichten vor der Folie der Erkenntnisse der philosophischen Ästhetik zu diskutieren. Der Vortrag erläutert die Weiterentwicklung von Fechners Ästhetik „von unten“ am Max-Planck-Institut für Empirische Ästhetik über klassische Laboransätze hinaus. Besondere Aufmerksamkeit gilt Forschungsansätzen, die ästhetisches Erleben sowohl in kontrollierten als auch in realen, alltäglichen Situationen erfassen. Abschließend wird diskutiert, wie die Methodenentwicklung am MPI Frankfurt als Forschungs- und Kulturstandort weiter stärken kann.
Der Vortrag wird auf Englisch stattfinden.
Christine A. Knoop ist Senior Researcher in der Abteilung Musik des Max-Planck-Instituts für empirische Ästhetik in Frankfurt am Main. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Forschungsmethoden in der empirischen Ästhetik, phonologische Aspekte an der Schnittstelle von Literatur und Musik (wie Rhythmus, Sprachmelodie oder poetischer Reim), die Entwicklung von Präferenzen und Motivationen für die Auseinandersetzung mit Kunst sowie empirische Ansätze zur historischen Leseforschung. Derzeit arbeitet sie an einem Oxford Handbuch zu systematischer empirischer Forschung in den Künsten.
Veranstaltungsort ist barrierefrei.
Das Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik erforscht, warum und wie Menschen Kunst erschaffen und sie aufführen, erleben und bewerten. Der Schwerpunkt des MPIEA liegt auf Musik, das Institut beschäftigt sich aber auch mit anderen zeitgebundenen Kunst-Domänen wie Tanz oder Film.
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