- Symposium Design Neu Denken
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Angesichts ökologischer Krisen, immaterieller Gestaltung und KI-gestützter Prozesse stehen wir vor der Notwendigkeit, den Designbegriff grundlegend neu zu formulieren: Was bedeutet Gestaltung, wenn sich der Fokus von materiellen Objekten hin zu Services, User Experiences und der Transformation komplexer Systeme verschiebt? Wie sieht heute die gesellschaftliche Verantwortung des Designs aus, und was bedeutet das für die Designtheorie?
Das Symposium Design neu Denken adressiert diese Zukunftsfragen und schlägt gleichzeitig die Brücke zum theoretischen Fundament der Disziplin. Dieses wurde von Gert Selle entscheidend geprägt. Als einer der einflussreichsten Designtheoretiker und -historiker Deutschlands hat er den kritischen Diskurs über unsere Alltagskultur theoretisch begründet. Selles Skepsis gegenüber einer rein technokratischen Planungsrationalität, seine Demontage von Designideologien und sein Plädoyer für eine sinnliche, erfahrungsbezogene Ästhetik besitzen in einer zunehmend virtualisierten Welt eine ungebrochene Aktualität.
Gemeinsam mit Wegbegleiter:innen, Designer:innen und Theoretiker:innen wollen wir Selles kritischen Geist aufgreifen, um gegenwärtige Phänomene – von der immateriellen Softwarekultur bis zu neuen Wirtschaftsformen – neu zu verorten und zukunftsfähige Theorieansätze zu diskutieren.
Freitag 27. November 10:00 bis 16:00 Uhr
Hochschule Darmstadt, Fachbereich Gestaltung, Institut für Designforschung, Olbrichweg 10, 64287 Darmstadt
Wir freuen uns auf wegweisende Impulse, kontroverse Diskussionen und ein gemeinsames Gedenken an einen großen Denker des Designs.
Institut für Designforschung mit freundlicher Unterstützung von Hessen Design sowie dem Sohn von Gert Selle und einem langjährigen Freund und ehemaligen Studenten von Gert Selle, Gerd Ohlhauser.

