- Freitagsküche als demokratischer Kunstraum – Design und Dialog im öffentlichen Raum
- Sonja Yakovleva – Disneyland
Freitagsküche
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Kunst und Küche: Yakovlevas Arbeit ist im kompletten Gastraum zu sehen, während L'Ambassadeur aus Marseille (F) ein Menü serviert – family-style, im eigenen Tempo.
Sya 4x1 aus Berlin sorgt für die musikalische Begleitung durch den Abend. Es wird heiß. Kommt vorbei!
Menü:
- Toast Skagen Potato Salad (v) — Fenchel-Kochbananen-Salat
- Aguachile: kurz gegarter Weißfisch, Fruchtwasser — Tintenfisch-Reis, Kokos-Tom-Yum, gegrilltes Hähnchen
- Roter gebratener Reis: Tofu, Gemüse — Mango Sticky Rice
- Lavendel-Crème brûlée
Anmeldung über tisch@freitagskueche.de oder Tisch reservieren
Sonja Yakovleva – Disneyland
Was geschieht, wenn Kunst nicht als einzelnes Werk an der Wand hängt, sondern den gesamten Raum besetzt? Für die Freitagsküche hat Sonja Yakovleva eine Tapete geschaffen, die den Gastraum vollständig umschließt. Ihre Kunst wird damit nicht aus der Distanz betrachtet. Sie bildet die Umgebung, in der gegessen, getrunken, gearbeitet, gesprochen und gefeiert wird.
Gerade diese Verbindung mit einem Gebrauchsraum ist entscheidend. Die Tapete bleibt nicht unberührt: Tische und Stühle stehen vor ihr, Menschen bewegen sich an ihr entlang, Licht, Geräusche und Gerüche verändern ihre Wahrnehmung. Kunst und Alltag lassen sich nicht mehr voneinander trennen.
Yakovlevas Arbeiten verbinden ornamentale Fülle und handwerkliche Präzision mit Humor, körperlichem Begehren und Fragen nach Macht und gesellschaftlichen Rollen. Ihre Bildwelten wirken verführerisch, verspielt und bisweilen überdreht – zugleich sind sie niemals bloße Dekoration. Unter ihrer sinnlichen Oberfläche verhandeln sie Selbstbestimmung, Arbeit, Körperbilder und soziale Hierarchien.
Mit „Disneyland“ wird die Freitagsküche selbst zum Bildraum: für einige Monate eine begehbare Arbeit, in der Kunst nicht geschützt und stillgestellt erscheint, sondern Teil des täglichen Lebens wird.


