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Den Tod gestalten – mehr als nur ein Abschied

In Memoriam

September 2026
12
Sa
10:30

Katholische Stadtkirche Frankfurt

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In Memoriam versteht sich als offenes Angebot – würdevoll, sensibel und respektvoll gestaltet. In der Trauerkirche Frankfurt schaffen wir damit einen Raum, in dem Trauer sichtbar sein darf und neue Formen von Ritual erprobt werden können.

Trauer braucht Ausdruck. Manchmal Worte. Manchmal Stille. Manchmal ein Zeichen, das bleibt.

Mit der Aktion In Memoriam lädt der Domkreis für Kirche und Wissenschaft im Rahmen der WDC 2026 am 12. September 2026 ab 10:30 Uhr in der Trauerkirche St. Michael (Butzbacher Straße) Hinterbliebene, Trauernde und Menschen im Abschied zu einem besonderen Tag ein.

Im Rahmen eines kostenfreien Walk-In-Angebots haben Besucher:innen die Möglichkeit, sich ein kleines Erinnerungstattoo stechen zu lassen.

Ein Name, ein Datum, ein kleines Zeichen für einen geliebten Menschen, das unter die Haut geht und bleibt. Tattoos werden an diesem Tag als zeitgenössisches Erinnerungsritual verstanden: als persönlicher Ausdruck von Verbundenheit über den Tod hinaus. Hierfür konnten wir den Tattoo-Künstler Silas Becks gewinnen, der mit seiner Kalligraphie einmalige Tattoos sticht.

Begleitend zur Tattoo-Aktion zeigt eine Ausstellung Fotografien und Texte, die die Verbindung von Trauer, Körper und Erinnerungskultur beleuchten. Sie macht sichtbar, wie individuell Menschen heute mit Verlust umgehen – und wie kreativ Erinnerung gestaltet werden kann.

Am Abend, ab 19:00 Uhr, lädt eine moderierte Gesprächsrunde unter dem Titel „Unter die Haut – Wenn Erinnerung sichtbar wird“ zum Austausch ein. Unsere Podiumsgäste sprechen über ihre Erlebnisse und die Frage, warum immer mehr Menschen Trauer nicht nur im Herzen, sondern auch auf der Haut tragen.


Design ist nicht nur die Gestaltung von Objekten, Gebäuden oder Produkten – es ist auch die Art und Weise, wie wir unser Leben und den Umgang mit schwierigen Themen wie dem Tod gestalten.

Der Tod, als unausweichlicher Teil des menschlichen Daseins, lässt sich durch die Linse des Designs betrachten: Welche Räume, Rituale und Formen bieten uns Trost? Wie gestalten wir den Abschied, das Gedenken und die Erinnerung so, dass sie unseren kulturellen, religiösen und individuellen Bedürfnissen gerecht werden? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Veranstaltungen, die im Rahmen der World Design Capital 2026 ausgerichtet werden.

Im Domkreis Kirche und Wissenschaft soll die Gelegenheit genutzt werden, die vielfältigen Ansätze rund um die Sepulkralkultur und die Gestaltung von Abschieds- und Trauerräumen auf kreative und gleichzeitig respektvolle Weise zu erkunden. Der Tod ist nicht nur ein Thema für Bestatter und Kirchen, sondern betrifft uns alle.

Daher wurde ein abwechslungsreiches Programm entwickelt, das von interdisziplinären Gesprächen und künstlerischen Projekten bis hin zu praktischen Workshops reicht. Jede Veranstaltung ist eine Einladung, gemeinsam nach neuen Perspektiven und Gestaltungsmöglichkeiten zu suchen – sei es in einem Kirchraum, in der Kunst oder durch die Auseinandersetzung mit Trauerritualen aus verschiedenen Kulturen und Religionen.

Ein weiterer Programmpunkt widmet sich der kreativen Nachnutzung von Kirchenräumen. Dabei werden Beispiele vorgestellt, in denen ehemalige Kirchen neue gesellschaftliche Funktionen erhalten – etwa die Umwandlung von Kirchen in Kletterhallen wie in Wiesbaden. Dies eröffnet eine Diskussion über interdisziplinäre Nutzungsmöglichkeiten sakraler Räume und über die Frage, wie unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen an der Gestaltung zukünftiger religiöser und kultureller Orte beteiligt werden können.

Veranstaltungen dieser Reihe

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September
12
Sa
10:30
Begräbniskirche St. MichaelDen Tod gestalten – mehr als nur ein Abschied
In Memoriam
Katholische Stadtkirche Frankfurt
In Memoriam versteht sich als offenes Angebot – würdevoll, sensibel und respektvoll gestaltet. In der Trauerkirche Frankfurt schaffen wir damit einen Raum, in dem Trauer sichtbar sein darf und neue Formen von Ritual erprobt werden können.
Fachzentrum Trauerseelsorge St. Michael
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