the thing
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Zwischen Ästhetik und Norm schaffen Designer:innen konkrete Dinge, wie Werkzeuge, Mobilitätskonzepte oder Mode und legen damit fest, was möglich erscheint. Dabei entstehen nicht nur Lösungen, sondern oft auch Ausschlüsse und neue Formen von Normalität. Mit einer großen Bandbreite an Arbeiten und Formaten nähert sich Positionen zur Freiheit dem Begriff der Freiheit aus unterschiedlichen Perspektiven an. Zutage tritt ein vielschichtiges Konzept, das sich, wenn überhaupt, nur in seiner Vielfalt erfassen lässt.
Die in der Ausstellung versammelten Projekte reichen von politischer und räumlicher Freiheit bis hin zu Fragen der Kunst- und Gedankenfreiheit. Sie machen Freiheit konkret, in Form von Barrieren, Darstellungen von Identität sowie in Auseinandersetzungen mit Gewalt und Überwachung.
Dabei zieht sich eine zentrale Beobachtung durch die Ausstellung: Freiheit ist ambivalent. Sie lässt sich nur im Verhältnis zu ihren Grenzen und Beschränkungen verstehen, seien diese räumlicher, sozialer oder individueller Natur. Gestaltung macht diese Spannungsverhältnisse sichtbar und erfahrbar, ebenso wie die Auswirkungen von Unfreiheit.
Auch wenn sich die Ausstellung bewusst offen dem Begriff der Freiheit nähert, folgt sie einer kuratorischen Haltung, die Freiheit nicht als Durchsetzung des Stärkeren begreift, sondern als ein Konzept, das auf universellen Menschenrechten und einem empathischen Miteinander basiert, zwischen Menschen ebenso wie im Verhältnis zum Planeten, auf dem wir leben.
Die Ausstellung ist ein offizielles Projekt im Kontext der World Design Capital 2026 und wurde im Rahmen des the thing Fellowship realisiert, einer Initiative des the thing Magazine. In Partnerschaft mit USM und der Fondation USM entstanden, beleuchtet die Schau, wie inhaltliche Freiheit im Spannungsfeld zwischen institutionellen Strukturen und unternehmerischem Handeln verhandelt werden kann.
Anton Rahlwes ist Initiator und künstlerischer Leiter des Projekts. Darüber hinaus gestalten die Designer:innen Anton und Lotti Defant die Szenografie als weitere Position zur Freiheit entlang der Metapher des Gedankengebäudes. Die visuelle Kommunikation stammt von Autostrada Studios. Beide sind integrale und eigenständige Beiträge zur inhaltlichen Auseinandersetzung mit Freiheit.
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Initiiert wurde das Projekt vom Designer, Kurator und Journalisten Anton Rahlwes und ist mit der von ihm gegründeten Plattform the thing Magazine verknüpft. Das Projekt baut eine Brücke zwischen Produktion, Gestaltungspraxis und gesellschaftlicher Wirkung. Ziel ist es, neue Perspektiven auf den Themenkomplex zu entwickeln. Das Unternehmen USM tritt in diesem Gefüge als Förderer einer freien inhaltlichen Auseinandersetzung auf. Als Traditionsunternehmen, das für Langlebigkeit und zugleich für Flexibilität steht, versteht USM sein Engagement als Beitrag zum Gestaltungsdiskurs im Spannungsfeld von Produktion und Kultur – ohne inhaltliche Vorgaben zu machen.
Veranstaltungen dieser Reihe
©Roberto Fortuna / Sugar cane knife, 1800s, Danish West Indies/ Nationalmuseet / CC BY-SA 2.0 Joe Haupt / Vintage RCA "AA" Transistor Radio Battery / CC BY-SA 2.0 Arend041 / Scharnier lossepen001 / GNU Free Documentation License young shanahan / Bunker B-S 4 Lány / CC BY-SA 2.0 Unknown author / Body image scanner avatar / CC 0 El nomad / Portable radio Olympic, by Mykola Lebid / CC 0 Gr5/ Tatyana McFadden 2025 / CC 0 Seabee314 / Iron Glaze Teapot With Bamboo Handle / CC 0 Gift of H. O. Havemeyer, 1896 / Vase MET DT190 / Tiffany / CC 0
