ein KI-generiertes Bild zeigt eine futuristische Skyline von Frankfurt©Adobe Stock/KI-generiert

Wagnis, Mut, Verantwortung – Vortrags- und Diskussionsreihe 2025/26

Mut und Haltung: Jüdische Museumsarbeit in der Gegenwart

Wagnis, Mut, Verantwortung – Vortrags- und Diskussionsreihe 2025/26
Veranstaltung: Mut und Haltung: Jüdische Museumsarbeit in der Gegenwart
März 2026
17
Di
19:00

Polytechnische Gesellschaft

Das Massaker im Süden Israels vom 7. Oktober 2023 hatte weitreichende Folgen. Weltweit stiegen in den folgenden Monaten die antisemitischen Vorfälle massiv an und sind nach wie vor sehr viel höher als in den Jahren zuvor. Jüdische Museen in Europa mussten ihre Sicherheitsvorkehrungen erhöhen, ihre Programmarbeit neu ausrichten und ihre Resilienz stärken, so auch das Jüdische Museum Frankfurt.

Wie geht das Museumsteam mit den zunehmenden antisemitischen und geschichtsrevisionistischen Äußerungen um? Was kann es angesichts der zunehmenden Polarisierung in den öffentlichen Debatten um Migration, der Präzedenzlosigkeit des Holocaust, Antisemitismus und Rassismus, dem Krieg in Israel und Gaza gelingen, weiterhin ein Ort für differenzierte Gespräche und Auseinandersetzungen zu sein? Was hält das Jüdische Museum in seiner Bildungs- und Vermittlungsarbeit dem ansteigenden Antisemitismus und Rassismus entgegen? Und inwieweit spiegelt das Motto seiner Dauerausstellung „Wir sind jetzt“ noch immer seine Haltung wieder?

Prof. Dr. Mirjam Wenzel
Mirjam Wenzel studierte Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Politik- und Theaterwissenschaft in Berlin und Tel Aviv. Sie promovierte an der Ludwig-Maximilians-Universität München zum deutschsprachigen Holocaust-Diskurs der sechziger Jahre. In ihren zahlreichen Schriften befasste sie sich mit Fragen der deutsch-jüdischen Kunst-  und Kulturgeschichte, etwa zu kulturtheoretischen, ästhetischen und museologischen Themen oder zur Repräsentation des Holocaust in Bildender Kunst, Fotografie und Film. Von 2007 bis 2015 verantwortete sie als Leiterin der Medienabteilung die Vermittlung jüdischer Geschichte und Kultur in digitalen und gedruckten Medien am Jüdischen Museum Berlin. Seit 2016 leitet Mirjam Wenzel das Jüdische Museum Frankfurt, das seither grundlegend erneuert und erweitert wurde. Seit 2019 unterrichtet sie als Honorarprofessorin am Seminar für Judaistik der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Sie ist Mitglied u.a. in mehreren Wissenschaftlichen Beiräten, etwa der Stiftung für die ermordeten Juden Europas, der Bundeszentrale für politische Bildung oder der Stiftung Orte deutscher Demokratiegeschichte. Sie ist zudem Trägerin des Hessischen Kulturpreises 2024.

Jan Tussing
Jan Tussing wuchs in einem interkulturellen Kontext auf. Geprägt von seiner schulischen Erziehung in Deutschland und Frankreich, dem interdisziplinären Studium in Großbritannien und der Lust am Schreiben, fand er im elektronischen Journalismus seine Heimat. Als langjähriger ARD-Korrespondent in Großbritannien, Westafrika und den USA lernte er die Medienlandschaft in ihrem Facettenreichtum kennen, als Autor, Moderator und Filmemacher.

In Präsenz vor Ort und im Youtube-Livestream. Ohne Anmeldung.

Ohne Reservierung. Wenn alle Plätze vergeben sind, können später eintreffende Besucher nicht mehr eingelassen werden. Eintritt frei.

Veranstaltungen dieser Reihe

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März
17
Di
19:00
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WDC 2026 | Mut und Haltung: Jüdische Museumsarbeit in der Gegenwart